Palliative Care ist laut WHO-Definition der Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten, die mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert sind. Schmerzen und andere Symptome werden unter Berücksichtigung von psychosozialen und spirituellen Bedürfnissen erfasst und behandelt. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Hausarzt, klinischen Zentren, Spitex-, Sozial- und seelsorgerischen Diensten und psychologischen Fachleuten ist gefordert. Um Symptome wie Schmerz, Atemnot, Schluckstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Obstipation und Ileus, Ernährung, Angst, Depression und Fatigue erfolgreich lindern zu können, muss der betreuende Hausarzt eine grosse Palette von Interventionen zur Verfügung haben. Diese umfasst neben Medikamenten auch palliative Interventionen (Bestrahlung, Stenteinlagen in Gallenwege, Ösophagus oder Kolon, palliative Hormontherapien etc.). Der korrekte Einsatz von Nichtopioiden, Opioiden und Co-Analgetika muss beherrscht werden für eine erfolgreiche Schmerzkontrolle. Eine besondere Herausforderung ist die Organisation der terminalen Phase zu Hause.