Die klassischen nicht-selektiven nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) und die neueren selektiven Cyclooxygenase-2-Hemmer (Coxibe) werden seit vielen Jahrzehnten erfolgreich bei Patienten mit chronischen Schmerzzuständen eingesetzt. Neben den bekannten gastrointestinalen (NSAR) und renalen (NSAR, Coxibe) Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren auch die kardiovaskulären Risiken dieser Medikamente vermehrt wahrgenommen worden. Dieses Risiko ist für alle Vertreter dieser beiden Medikamentenklassen erhöht und kann unter anderem durch Erhöhung des Blutdruckes und Beeinträchtigung der vaskulären Endothelfunktion erklärt werden. Somit sollte vor und nach Beginn einer Therapie mit einem NSAR oder Coxib der Blutdruck und die Nierenfunktion überprüft werden, bei Patienten mit erhöhtem gastrointestinalen Risiko zusätzlich evtl. das Hämoglobin. Internationale Richtlinien empfehlen bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko am besten auf den Einsatz dieser Medikamente zu verzichten; falls unumgänglich sollte Naproxen mit oder ohne begleitenden Protonenpumpen-Hemmer favorisiert werden, da Naproxen vermutlich mit dem geringsten kardiovaskulären Risiko behaftet ist.