Zusammenfassung. Bruxismus, das Knirschen oder Pressen mit den Zähnen, ist in der Bevölkerung häufig. Stress, Angstsyndrome und genetische Disposition scheinen dominante Faktoren zu sein, die zu erhöhter Kaumuskelspannung führen. Es werden zwei zirkadiane Manifestationen unterschieden, der Schlaf- und der Wachbruxismus. Bruxismus stellt einen grossen Risikofaktor für Zahnhartsubstanz und Zahnersatz dar. Die Diagnose erfolgt mittels gezielter Anamnese und Untersuchung. Schlafbruxismus kann mittels Elektromyogramm und Videoaufzeichnung im Schlaflabor nachgewiesen werden. Die Behandlung zielt auf die Schonung der Zahnhartsubstanz und Erhaltung des Zahnersatzes mittels Okklusionsschienen ab. Entspannungsübungen können den Bruxismus vermindern. Spezialisierte Physiotherapie kann die Verspannungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbessern. Botulinumtoxin-Behandlung vermindert die subjektiven Beschwerden während der Wirkungszeit.