Zusammenfassung. Eine unprovozierte venöse Thromboembolie (VTE) kann das erste Zeichen einer Neoplasie sein. Bei 5–10 % der Patienten wird in den nachfolgenden zwölf Monaten eine Krebserkrankung diagnostiziert. Bei allen Patienten nach einer unprovozierten VTE sollte deshalb eine gründliche Anamnese, eine sorgfältige klinische Untersuchung, eine Blutanalyse (Blutbild mit Blutausstrich, Leberenzyme, Kalzium), der Urinstatus und ein Thorax-Röntgen durchgeführt werden. Zusätzlich sollten ergänzend, je nach Alter und Geschlecht, die spezifischen Vorsorgeuntersuchungen (Darm, Zervix, Mamma und Prostata) vorgenommen werden. Alle auffälligen Befunde sollten weiter abgeklärt werden. Für eine noch aggressivere Tumorsuche konnte bislang kein Vorteil in Hinsicht auf die Tumordetektionsrate oder auf die Senkung der krebsbedingten Mortalität gezeigt werden.