Zusammenfassung. Fragestellung: Um zu untersuchen, wie stark der Einfluss von arzt- gegenüber patientenseitigen Faktoren ist, verglichen wir die Effizienzgewinne durch die Teilnahme eines Versicherten in einem Managed-Care(MC)-Modell mit denen durch die Einbindung des behandelnden Arztes in einem Ärztenetzwerk. Methoden: Sekundäranalyse von Daten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Helsana-Gruppe. Mit einem multivariaten linearen Regressionsmodell wurden die Kosteneinsparungen in Abhängigkeit davon berechnet, ob der Versicherte in einem MC-Modell eingeschrieben war und/oder ob der behandelnde Hausarzt Mitglied eines Ärztenetzwerks war. Ergebnisse: Versorgung von MC-Versicherten bei Netzwerk-Ärzten führte zu den erwarteten Resultaten (−13 %). Hingegen werden Nicht-MC-Patienten bei den selben Netzwerk-Ärzten deutlich weniger effizient behandelt (−2 %). Das rein patientenseitige «Gatekeeping» ohne Netzwerk-Arzt wurde auf −10 % geschätzt. Schlussfolgerung: Offensichtlich differenziert die Behandlung durch Netzwerk-Ärzte je nach der Versichertendeckung.