Zusammenfassung. Männer standen hierzulande bisher nicht im Fokus kantonaler Gesundheitsberichterstattung und sind eine eher vernachlässigte Zielgruppe staatlicher Präventionsbemühungen. Zu Unrecht. Denn bei Männern besteht ein erhebliches Präventionspotenzial in Bezug auf die Gesundheit, das Gesundheitsverhalten und die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, wie dem jüngst erschienenen zweibändigen Zürcher Globalbericht zu entnehmen ist. Männer weisen eine im Vergleich mit Frauen nach wie vor geringere Lebenserwartung und mitunter deutlich höhere Sterblichkeit in Bezug auf stark verhaltensassoziierte chronische Krankheiten sowie im Hinblick auf Verkehrsunfälle und Suizide auf. Sie zeigen auch ein vergleichsweise ungünstiges Gesundheitsverhalten sowie eine geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Vorsorgeuntersuchungen. Das starke, aber eben auch weniger gesunde und sich weniger gesund verhaltende Geschlecht sollte deshalb künftig verstärkt in den Fokus von Gesundheitsberichterstattung und -monitoring rücken.