Zusammenfassung. In dieser dritten Ausgabe über den Schlaganfall wird die Sekundärprävention besprochen. Nach der Akutphase mit ihren Massnahmen zur Wiedereröffnung eines verschlossenen Hirngefässes schenkt man der Prävention eines erneuten Schlaganfalls und wenn möglich der Frührehabilitation die volle Aufmerksamkeit. Aus der Perspektive des Neurologen ist eine systematische Diagnostik, eine erweiterte Abklärung der (nicht-)modifizierbaren Risikofaktoren und eine mit der Klinik und Bildgebung integrierte präventive Therapie dringend erforderlich. Neben der optimalen Einstellung der wichtigen therapierbaren Risikofaktoren wie arterielle Hypertonie, Vorhofflimmern, Diabetes mellitus und Dyslipidämie sind auch die Behandlung des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms und komplexer Atheromatosen (komplexe Plaque der Aorta >4 mm [1]) als eigenständige Risikofaktoren erwiesen. Die Suche nach der Ätiologie geht meist nach der Definition der Wahrscheinlichkeit verschiedener Ursachen. Die wahrscheinlichste wird dann als Ursache angenommen. Nur in seltenen Fällen findet sich keine Ursache. Dann kann das Läsionsmuster helfen, zumindest zwischen embolischem und thrombotischem Ereignis zu unterscheiden.