Gewalt ist ein weltweit zunehmendes Problem. Auch in der Schweiz scheint zwischenmenschliche Gewalt zusehends an Bedeutung zu gewinnen. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, ein umfassendes Bild von Gewalt in einer Grossstadt mit Hinblick auf medizinische und soziale Aspekte zu erarbeiten. Hierfür wurde ein Kollektiv von 1740 Patienten, die im Rahmen einer Gewalttat zwischen April 2004 und Januar 2011 vorstellig wurden, analysiert. Es konnten keine relevanten Veränderungen der Patientenzahlen über die Jahre beobachtet werden. Das männliche Geschlecht überwog, gleichwohl über den Zeitraum eine Zunahme des weiblichen Geschlechtes beobachtet werden konnte. Tages- und wochentagsspezifische Untersuchungen belegten den dringenden Bedarf an präventiven Massnahmen – insbesondere an den Wochenenden – zur Reduktion der gewaltassoziierten Opferzahlen.