Zusammenfassung. Gliome sind die häufigsten hirneigenen Tumoren und können sich mit einer Reihe von unspezifischen neurologischen und Allgemeinsymptomen manifestieren. Der Goldstandard in der Diagnostik ist die zerebrale Magnetresonanztomografie, welche durch eine histologische Diagnosesicherung ergänzt werden muss. Zur symptomatischen Therapie kommen bei neurologischen Ausfällen und/oder Hirndrucksymptomatik Steroide, insbesondere Dexamethason und bei epileptischen Anfällen Antiepileptika zum Einsatz. Die Steroide sollten ausgeschlichen werden, sobald es klinisch vertretbar ist. Bei den Antiepileptika sind nicht-enzyminduzierende Medikamente zu bevorzugen. Bei Gliomen besteht ein hohes thrombembolisches Risiko. Nach einer Thrombose ist eine therapeutische Antikoagulation indiziert. Als tumorspezifische Therapie kommen die chirurgische Therapie, die Strahlentherapie und die systemische Therapie zum Einsatz. Bezüglich der Prognose und Therapieauswahl spielen molekulare Marker eine immer wichtigere Rolle in der onkologischen Praxis.