Zusammenfassung. Patienten nach Myokardinfarkt haben ein erhöhtes Risiko für kardiale Ereignisse wie Herzinsuffizienz, Rezidivinfarkt, Rhythmusstörungen, Hirnschlag oder plötzlichen Herztod. In der Nachsorge muss deshalb den potenziellen Komplikationen als auch den anhaltenden Risiken eine besondere Beachtung geschenkt werden. Dazu gehört eine frühe Risikostratifizierung des Patienten. Die medikamentöse Sekundärprophylaxe nach einem Myokardinfarkt beinhaltet in der Regel eine doppelte Thrombozytenhemmung für zwölf Monate, ein Statin, einen ACE-Hemmer und häufig auch einen Betablocker. Bei jedem Patienten sind Lebensstiländerungen (Nikotinabstinenz, regelmässige körperliche Aktivität und Diätanpassungen) indiziert. Zudem müssen Patienten bezüglich der Erkennung von und dem richtigen Verhalten bei Neuauftreten oder Änderung der kardialen Symptomatik informiert sein.