Die Urinuntersuchung mittels Streifentest und Mikroskopie stellt eine nicht-invasive, technisch einfach durchführbare und kostengünstige Screening-Untersuchung dar. Insbesondere die repetitive Analyse bezüglich Erythrozyturie und Proteinurie weist eine hohe Sensitivität auf und ermöglicht die Früherfassung von nephrologischen und systemischen Leiden. Aufgrund der semiquantitativen Natur der Untersuchung sind die Resultate aber nur unter Kenntnis der diagnostischen und technischen Limiten zu interpretieren, auf welche in diesem Übersichtsartikel näher eingegangen wird.