Der Dekubitus führt zu grossem Leiden und verursacht nicht unwesentliche Kosten. Seine Prävalenz liegt in Spitälern bei 3–23% und in Heimen bei 7–54%. Für die Heilung des Dekubitus sind verschiedene Prozesse auf zellulärer und molekulärer Ebene von Bedeutung. Ein schlechter Ernährungszustand ist einerseits ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung des Dekubitus und verzögert andererseits auch die Wundheilung. Die frühzeitige Erkennung einer Mangelernährung ist deshalb für die Behandlung des Dekubitus sehr wichtig. Entsprechend dem Ernährungszustand sind verschiedene Massnahmen zu treffen. Die systematische Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln hat sich in der Prävention des Dekubitus bewährt, ob ihr auch in der Behandlung des Dekubitus Bedeutung zukommt, müssen klinische Studien erst noch zeigen.