Eine 56-jährige Patientin stellte sich aufgrund einer plötzlich aufgetretenen Schwellung am Oberschenkel vor. Klinisch fand sich eine druckdolente Schwellung, aspektmässig einem Hämatom entsprechend. Ein Trauma wurde verneint. Sonographisch kam eine hyperechogene Struktur zur Darstellung, welche sich in der Computertomographie als intramuskulär liegender Fremdkörper herausstellte. Der intraoperative Befund bestätigte die Verdachtsdiagnose einer sekundären Dislokation eines Glasfremdkörpers. Glasfremdkörper können mittels Röntgenaufnahmen mit einer hohen Sensitivität erkannt werden, sodass die Indikation zur radiologischen Fremdkörpersuche bei entsprechendem Unfallmechanismus grosszügig gestellt werden sollte.