Rationale: Eine maligne Erkrankung kann schwerwiegende psychische Probleme bei Patienten wie auch deren Partnern nach sich ziehen. Ziel: Diese Studie untersuchte Angst, Depression, posttraumatische Symptome und Schuldgefühle bei Patienten und deren Partnern getrennt nach Geschlecht. Methodik: In einer klinisch repräsentativen Stichprobe wurden 248 Krebspatienten und 154 Partner mittels normierter Fragebögen kurz nach Diagnosestellung sowie sechs und zwölf Monate danach befragt. Resultate: Partnerinnen von Krebspatienten zeigten am häufigsten psychopathologische Werte behandlungsbedürftiger Ausprägung (29% Angst, 33% Depression, 17% posttraumatische Symptome). Konklusion: Partnerinnen von Krebspatienten stellen eine Hochrisikogruppe dar für die Entwicklung psychopathologischer Symptomatik. Sie sollten mitexploriert und nötigenfalls einer psychoonkologischen Fachstelle zugewiesen werden.