Das Gilles de la Tourette-Syndrom (GTS) ist eine Erkrankung, deren Hauptmerkmal das Auftreten motorischer und vokaler Tics ist. Ein Tic ist eine unwillkürliche, schnelle und plötzliche, stereotype Bewegung oder Lautäusserung. Die leitliniengerechte Therapie der Störung besteht in pharmakologischen, psychotherapeutischen und neurochirurgischen Ansätzen. Neuroleptika stellen die derzeit wirksamste Pharmakotherapie dar, psychotherapeutische Ansätze spielen eine eher nachgeordnete Rolle. Die tiefe Hirnstimulation kommt experimentell bei therapierefraktären Verläufen zur Anwendung.