Begutachtungen von IV-Antragstellern im Auftrag der Invalidenversicherung (IV) stellen eine wichtige Dienstleistung der MEDAS/asim Basel dar. Die Auswertung von 593 Gutachten der Jahre 2004/05 sollte dabei einen Einblick in die Charakteristik dieses speziellen Patientengutes vermitteln. In der vorliegenden Arbeit wurden retrospektiv Informationen über Soziodemographie, Diagnosen und attestierte Arbeitsfähigkeit gesammelt und evaluiert. Bei den begutachteten Personen handelte es sich mehrheitlich um Migranten (61%) aus Süd- und Südosteuropa, von denen 86% unter chronischen Schmerzsyndromen und Depressionen litten. Zum Zeitpunkt der Begutachtung waren nurmehr 101 Personen oder 17% voll oder teilzeitig arbeitstätig. Der letzte Arbeitstag in der meist unqualifizierten Arbeit lag bei 38% der Begutachteten bereits 1.5–2.5 Jahre zurück, wobei das Intervall von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren variierte.