Einseitige Lungenödeme stellen oft diagnostische Probleme. In vielen Fällen kann die Diagnose erst im Verlauf gestellt werden. Argumente für ein einseitiges Lungenödem sind: radiologische Transparenzminderung vom alveolären Typ und klinische Besserung innert 24–72 Stunden unter Diuretika mit nachfolgender Normalisierung des radiologischen Befundes. Es wird der Fall eines 37-jährigen Dialysepatienten beschrieben, der bei einer massiven Überwässerung und Mitralinsuffizienz ein rechtsseitiges Lungenödem mit hauptsächlicher Lokalisation im Oberlappen zeigte. Der klinische und radiologische Befund normalisieren sich innert weniger Tage. Mögliche pathophysiologische Mechanismen werden diskutiert.