Der diabetische Fuss bleibt eine häufige Diabeteskomplikation mit potenziell schwerwiegenden Folgen, wird jedoch häufig vernachlässigt. Seine systematische Früherkennung bezweckt zunächst die Einschätzung des Risikogrades für Läsionen. Diese beruht auf der klinischen Untersuchung hinsichtlich des Schweregrades einer Neuropathie, sowie deren Folgeerscheinungen und einer eventuell assoziierten Arteriopathie. Die Präventivmassnahmen werden durch den Risikograd bestimmt. Sie verlangen immer ein erhebliches Engagement sowohl des Patienten, als auch der zuständigen Medizinalfachpersonen im Bereiche der Schulung und des psychosozialen Supports, unter Berücksichtigung seiner individuellen Ressourcen und Hindernisse. Die diagnostischen und therapeutischen Problemstellungen bei einer aktiven Läsion erfordern in der Regel für eine effiziente Betreuung das Zusammenspiel mehrerer Vertreter verschiedener Fachgebiete.