Die Häufigkeit der CKD nimmt im Alter zu. Verantwortlich hierfür ist zum grössten Teil die Zunahme der Risikofaktoren für die Entwicklung einer CKD wie Hypertonie, Diabetes und Adipositas. Für den behandelnden Arzt gilt es eine CKD frühzeitig zu diagnostizieren, um die Progression der Nierenerkrankung zu verlangsamen. Die physiologische Nierenalterung spielt dabei vor allem für die Entwicklung funktioneller Störungen der Nieren eine Rolle. Elektrolytstörungen und hämodynamisch bedingte Perfusionsstörungen sind im Alter häufiger und sehr oft medikamentös bedingt. Ob bei terminalem Nierenversagen ein Nierenersatzverfahren begonnen werden soll, ist nicht vom Alter, sondern vom Patientenwillen, den Komorbiditäten und der Erhaltung von Lebensqualität abhängig und sollte frühzeitig geklärt werden.