Wenn immer möglich sollte ein normaler präoperativer Blutdruck angestrebt werden. Bei präoperativen Blutdruckwerten von >180 mmHg soll bei Wahloperationen die Operation verschoben werden (adäquate Blutdruckmessung vorausgesetzt, z. B. bei Bedarf mittels 24 h-ABPM). Bei Blutdruckwerten <180 mmHg soll wenn möglich – d. h. bei Wahloperationen idealerweise auch die letztgenannte Strategie verfolgt werden. Falls dies nicht möglich ist, ist das perioperative Risiko bei optimalem Anästhesiemanagement und fehlenden Komorbiditäten wahrscheinlich nicht erhöht. Die Problematik der prä- und perioperativen Hypertonie ist vorhanden, aber kontrollierbar, was aber nicht bedeutet, dass man dem perioperativen Blutdruck keine Aufmerksamkeit schenken soll. Entsprechend treffend schrieb ein Editorialist vor bald zehn Jahren «Preoperative hypertension: remain wary? Yes – cancel surgery? No».